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Eine neue Aufgabe für den alten Mann.

Vor ca. 13 Monaten hätte ich nie gedacht, dass ich jemals Kopter fliegen würde. Und schon garnicht mit GPS. Viel zu kompliziert für mich und alles völlig unklar, redete ich mir ein.

Eines Tages besuchte mich mein alter Freund Thomas in meiner Werkstatt und brachte etwas mit. Es war sehr klein und konnte fliegen, ein sogenannter Quadrokopter. Schau an. Das kleine Ding nannte sich Nano-Quad und kam aus dem Hause Revell. Zur Probe durfte ich auch mal steuern. Na ja, das war erstmal nix.
Flugs hatte ich aber selbst dieses Dingelchen bei Conrad bestellt und übte alsdann fleißig jeden Tag.

Mit der Zeit machte mir das Fliegen mehr Spaß und ich bestellte einen weiteren Kopter. Dieses Mal den Hubsan X4 FPV. Der war schon eine andere Liga, aber die Aufnahmen und das Senderdisplay waren das Letzte. Der Kopter dagegen war eine Wucht.
Darauf folgte dann ein RC-Eye One Xtreme von RC-Logger, der mich für eine Weile beschäftigte, aber auch verärgerte, danach ein Syma X5, ein Ominus Dromida und zum Schluss endlich ein Kopter, mit dem ich Luftaufnahmen machen wollte - ein DJI F450. Und zwar alles selbst zusammengebaut, eingestellt und höchst persönlich im Sender abgespeichert. Ich bin stolz auf mich.

Mein über die Zeit entstandener Wunsch, Aufnahmen zu machen, erfüllte sich somit.

dji f450
dji f450
dji f450

Ausstattung

1 Sender DX7 (baugleich MX16)
1 Empfänger Orange R615X (6 Kanäle)
1 Naza M V2 mit GPS
1 F450 Kit mit Reglern E300
1 Akku SLS Xtron 3600 mAh (30 C/13 min. Flugzeit)
1 Walkera Gimbal (nur rangehängt, ungesteuert)
1 GoPro Hero3+ Black Edition
1 Lipochecker
(3-Stufenschalter DX7 - GPS/Atti/Failsafe, 2-Stufenschalter - Home Lock-Modus/AUS)

Mit dem Kopter kam ich gut zurecht. Jedoch flog er mir eines Tages weg. Ich übte bei ziemlich starkem Wind im manuellen Modus Loopings, und hatte deshalb vorher auch Gimbal, Kamera und die GPS-Antenne entfernt. Im Glauben, ich flöge ja nur im Nahbereich, trieb der Wind ihn bei einem Abwärtsschwung so schnell fort, dass ich ihn weder zurückholen, noch überhaupt seine Lage erkennen konnte. So klein war er geworden. Zuletzt sah ich einen kleinen Punkt in ca. 600 m Entfernung über einem Wald. Dann war er weg. Auch noch 4 Tage danach suchte ich ihn in dem Gebiet, aber ohne Erfolg.

Ich leistete mir dann einen zweiten 450er. Doch der wurde mir selbst mit erhöhten Gainwerten zu langweilig und ich verkaufte ihn. Im manuellen Modus flog ich den jedoch nicht.

Für den zweiten 450er kam ich noch zu einer kostengünstigen FPV-Ausstattung und realisierte mir so ein Provisorium. Im Senderpult lag nun der Monitor und den Sender hielt ich in der Hand. Dass der unter dem Pult verschwand, störte nicht. Wichtiger war der Schacht, der sich dicht vor der Nase befand. Durch die konische Form trat kein unnötiges Umgebungslicht ein und deshalb war durch die Öffnung lediglich der Bildschirm des kleinen TVs zu sehen. Mehr war ja auch nicht nötig.








Bis zum heutigen Tage bin nie zu guten Luftaufnahmen gekommen. Aber ich weiß wenigstens warum.
Die Ansprüche an die Aufnahmequalität wuchsen mit der Zeit. Obwohl ich eine Hero 3+ BE besitze, macht die keinen Sinn, wenn nicht auch ein 3-Achs-Gimbal am Kopter hängt. Erst der garantiert ruhige Aufnahmen.
Es war rausgeschmissenes Geld und reinste Zeitverschwendung sich nur mit einem 2-Achs-Gimbal zu beschäftigen. Davon kaufte ich zwei verschiedene, und begriff erst dann, was es mit der Hochachse auf sich hat.

Ich kann nur jedem raten niemals einen 2-Achser zu kaufen. Ein 3-Achser macht ruhigere Aufnahmen. Was ich vorher nie richtig wahrnahm, war die Tatsache, dass der Kopter ja ständig über die Sensoren seine Lage über alle Achsen überprüft und korrigiert.Und dazu gehört auch die Hochachse.
Das führt zu Ausgleichsbewegungen von links nach rechts. Und genau die sieht man später im Video. Diese Bewegungen, auch wenn sie noch so klein sind, beseitigt der 3-Achs-Gimbal.

Gestern, am 30.12.2015 verkaufte ich den 450er und warte nun auf das Eintreffen eines Blade 350 QX3. Der sollte jetzt alles haben, was ich für meine Aufnahmen brauche.

Heute, wo ich schlauer bin, würde ich niemals mehr einen Bausatz kaufen um den mit Gimbal und Kamera zu ergänzen. Luftaufnahmen wollte ich machen, aber nicht rumheizen. Dafür kann ich einen anderen Kopter nehmen. Und deshalb denke ich, ist es richtig, wenn man sich für Luftaufnahmen einen RTF-Kopter kauft. Der funktinioniert auf Anhieb und man spart sich den ewigen Kampf mit dem Jello-Effekt, viel Bastelei und unzählige Probeflüge, aber auch viel Geld. Denn unter dem Strich habe ich insgesamt das selbe bezahlt, was ein Fertigkopter kostet. Hätte ich das nur vorher gewusst.
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